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19.8.2017 : 7:27

INNOTrans-Partner schaffen Basis für mehr Zusammenarbeit ...

(20.03.2008) Die INNOTrans-Partner aus sechs Ländern haben am 16./17. März in Bukarest ihr zweites Netzwerktreffen durchgeführt. Im Mittelpunkt der Tagung stand die Vorstellung und Diskussion der Länderberichte zur Situation der Holz- und Möbelbranche aus Sicht der nationalen Branchengewerkschaften. Die Branchenberichte sind eine wertvolle Grundlage für das gemeinsame Verständnis von länderspezifischen Entwicklungen in den Holz- und Möbelindustrien innerhalb Europas. Insbesondere unsere Partner in Tschechien, Rumänien und Bulgarien sahen sich durch INNOTrans in die Lage versetzt, die Stärken und Schwächen in der aktuellen Branchensituation vor dem Hintergrund der historischen Entwicklungen in den letzten 15 Jahren seit der politischen und wirtschaftlichen Öffnung in ihren Ländern systematisch aufzuarbeiten und mit kompakten Brancheninformationen darzustellen.
Europäische Anforderungen - und hier insbesondere die Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der Branche gegenüber den Konkurrenten aus China und anderen Asien-Regionen - wurden ebenso diskutiert wie die spezifischen Probleme in den mittel- und südosteuropäischen Ländern bei der Umsetzung gesamteuropäischer Normen und Standards in den Unternehmen. Die gemeinsame Diskussion hat deutlich gemacht, dass die Unterschiede bei den Arbeits- und Sozialstandards in beiden Ländern gegenüber dem übrigen Europa längst noch nicht beseitigt sind. Nachholbedarfe bestehen u.a. bei der Lohn- und Einkommensentwicklung, bei der Modernisierung der Betriebe, bei Investitionen und Innovationen, bei der Facharbeiter-Qualifizierung und beim Arbeits- und Gesundheitsschutz. "Der im Rahmen von INNOTrans stattfindende Informationsaustausch mit anderen europäischen Partnern ist für uns eine große Hilfe, damit wir vorhandene Schwächen besser erkennen und wir bei den Lösungen für unsere Probleme national und europäisch besser vorankommen" - so das Fazit von Vasile Badica, Präsident der rumänischen Holzgewerkschaft FSLIL.

Im Rahmen der Weiterarbeit werden sich die INNOTrans-Partner zukünftig auf die genauere Auseinandersetzung mit den länderspezifischen Stärken und Schwächen in der Holz- und Möbelindustrie konzentrieren. Diese werden in Form einer Positiv-/Negativ-Liste für die beteiligten Länder zusammengefasst. Danach gilt es, gemeinsame Schwerpunkte für die Weiterarbeit auszuwählen. Auch hier wird der wechselseitige Informationsaustausch im Mittelpunkt stehen: was sind die betrieblichen und gewerkschaftlichen Möglichkeiten, um positive Entwicklungen im Interesse der Branche und der dort Beschäftigten zu verstärken und wie muss gehandelt werden, damit Rückstände überwunden und bessere Fortschritte in Betrieb und Branche erzielt werden. Die INNOTrans-Partner haben entschieden, das Thema "Gute, sichere und bessere Arbeit" zum Gegenstand der gemeinsamen Weiterarbeit zu machen. Dazu werden neben den Gewerkschaftsvertretern zukünftig auch Kolleginnen und Kollegen aus Betrieben im Netzwerk aktiv beteiligt sein. Ziel ist, das gemeinsame Verständnis über die Ziele und Inhalte von "Besserer Arbeit" voranzubringen und die betriebliche Umsetzung von Vorschlägen und konkreten Verbesserungen vorzubereiten. Dies geschieht auf dem für Mai 2008 geplanten Workshop in Rom, bei dem dann unser italienischer Partner FILCA-CISL der Gastgeber sein wird.
(Gisbert Brenneke . Arbeit und Leben Bielefeld e.V.) (-> Bildergallerie)